Die Räterepublik in München hatte nur kurze Dauer, aber ihre Geschichte ist unter der blutigen Niederschlagung durch die SPD und rechte Freikorps tragisch vergraben:
Die Nazis hatten es in den Folgejahren mit neuer illustrierter Propaganda durch den späteren Hitler-Fotografen Heinrich Hoffmann geschafft, die Geschichte verdreht darzustellen,
und die CSU wiederholte in reflexhaften Abwehrkämpfen des Gedenkens diese Darstellungen in dümmlicher Weise:
"Mit Rücksicht auf die noch lebenden Verwandten des Eisner-Mörders Anton Arco" sollte keine Kurt-Eisner-Straße in Neuperlach draußen benannt werden,
und heute bringt die Verwaltung die "Verwechslungsgefahr" ins Spiel, wenn die bisherige Grünanlage Marienhof, früher Standort einer Synagoge, als Kurt-Eisner-Platz benannt werden soll.

Revolutionäre Geschichte

1848 niedergeschlagen
Sozialistengesetze: Bespitzelung aller politischen Versammlungen, Verbot von Parteien, Gewerkschaften und Vereinen
Majestätsbeleidigung: Knast für Meinungsäusserungen

Revolutionäre Vorbilder

Die russische Revolution und die neuen Organisationsformen

Revolutionäre Gegner

Alldeutsche Kolonialisten-Gewinnler und expansive Germanen, Missionare ...
Judenfeindliche Rassisten wie Thule-Gesellschaft, Hammer-Bund ...
Kirchen mit bayrischem König (katholisch) und preußischem Kaiser (evangelisch) als regionales Oberhaupt, hetzerische Hirtenriefe und Kanzel-Predigten im Wahlkampf
Presse im privaten Besitz
Banken, Börsen, Unternehmer

http://raete-muenchen.de/revolutionsgespraeche-im-5vor12-milbertshofen-do-16-11

http://fairmuenchen.de/revolutionsgespraech-am-donnerstag-ab-19h/





100. Geburtstag des Freistaates Bayern

SPD fordert neuen gesetzlichen Feiertag für Bayern!


Bayern - Anlässlich des 100. Jubiläums der Ausrufung des Freistaats fordert der SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Markus Rinderspacher die Einführung eines bayerischen Nationalfeiertags am 8. November.
Dieses historische Ereignis im Jahr 1918 habe den „Grundstein für die Entwicklung Bayerns hin zu einer demokratischen, offenen und modernen Gesellschaft“ gelegt, schreibt Rinderspacher in einem Brief an Ministerpräsident Horst Seehofer. Deshalb solle der 8. November 2018 einmalig zum gesetzlichen Feiertag erklärt werden, schlägt Rinderspacher vor. Der Landtag könnte dies beschließen.

8. November 1918 hat für Bayern besondere Bedeutung

Leider gebe es bislang keinen spezifisch bayerischen Feiertag, der das freiheitlich-demokratische Selbstbewusstsein repräsentiere, sagte Rinderspacher und erinnerte an die unblutige Revolution in Bayern, die 1918 zum Ende der Monarchie führte. „Demokratie und Menschen- und Bürgerrechte traten ihren Siegeszug an - zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger.

Der 8. November 1918 hat deshalb für den Freistaat Bayern eine Bedeutung, die der des 14. Juli 1789 für Frankreich oder des 4. Juli 1777 für die USA in nichts nachsteht“, schreibt der SPD-Fraktionsvorsitzende. „Umso erstaunlicher ist es, dass bis heute die Grundsteinlegung für die demokratische Staatswerdung Bayerns regelrecht verschwiegen wird, statt sie staatlich selbstbewusst alsgemeinschaftsstiftendes Freiheitsfest zu feiern.“

Rinderspracher bemängelt Lehrpläne an Schulen

Rinderspacher bemängelt zugleich, dass den historischen Orten der bayerischen Demokratiegeschichte von staatlicher Seite bislang kein besonderes Augenmerk geschenkt worden sei. Auch spiele sie in den Lehrplänen an den Schulen keine angemessene Rolle. Und die Namen der „Heldinnen und Helden“ von damals seien im öffentlichen Bild Bayerns nicht ausreichend wahrnehmbar. Er nannte explizit den Freistaatsgründer Kurt Eisner und dessen Nachfolger als Bayerischer Ministerpräsident, Johannes Hoffmann.

SPD-Landtagsfraktion möchte an Erfolgsgeschichte des Freistaates erinnern

Die SPD-Landtagsfraktion nimmt das Jubiläumsjahr der bayerischen Demokratie zudem zum Anlass, mit einer landesweiten Veranstaltungsreihe sowie einer Social-Media-Kampagne an die sozialdemokratischen Verdienste um die Erfolgsgeschichte des Freistaats zu erinnern. Insgesamt sind bayernweit über 40 Veranstaltungen geplant.

Den Auftakt macht am Dienstag (7.11.2017, 16.30 Uhr) eine Kranzniederlegung durch die Fraktion am Kurt-Eisner-Denkmal vor der BayernSPD-Zentrale (Oberanger 38, 80331 München) mit anschließendem Besuch der Ausstellung "Revolutionär und Ministerpräsident - Kurt Eisner (1867-1919)" im Münchner Stadtmuseum (St.-Jakobs-Platz 1, 80331 München).
Pressemitteilung BayernSPD Landtagsfraktion / sml